50 Jahre agab Bremen!
Herzlichen Glückwunsch und Danke zu einem halben Jahrhundert Engagement für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt oft große Hürden überwinden müssen. Joachim Schuster war neben René Böhme (Uni Bremen/ iaw) und Peer Rosenthal (Arbeitnehmerkammer) einer der Gastredner beim Festakt am 5. Juni in Obervieland.
1976 gegründet trat die agab - Aktionsgemeinschaft Arbeitsloser Bürger e. V. - bereits 1979 dem Paritätischen bei. 1982 initiierte der Verein die Bildung des „Arbeitskreises Sozialhilfe“, der schließlich unter der Schirmherrschaft des Paritätischen weitergeführt wurde. Der Arbeitskreis besteht bis heute (unter Leitung von Anne Fassbinder), seit 2025 unter dem Namen "Arbeitskreis Armut und Existenzsicherung". Hier tauschen sich vor allem Vertreter*innen von Mitgliedsorganisationen über Erfahrungen im Umgang mit der Bremer Verwaltungspraxis in Jobcenter, Sozialamt etc. aus; Sozialamtsmitarbeitende sind keine festen Arbeitskreismitglieder mehr, aber es wurde und wird die Praxis gepflegt, Gäste aus Jobcenter, Behörden, Politik themenbezogen einzuladen, und miteinander zu diskutieren, zu streiten, und Lösungen zu finden.
Die agab hat als Mitgliedsorganisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbands entscheidend dazu beigetragen, dass Armut und Arbeitslosigkeit zu verbandspolitischen Themen wurden und es auch weiterhin sind, sie ist Motor für Austausch der Erwerbslosenberatungsstellen im Paritätischen, für bundesweite Vernetzung und sozialpolitische Lobbyarbeit.
Besonders hervorzuheben ist das langjährige Engagement und die enge Verknüpfung zum Paritätischen über Thomas Beninde, langjähriger Fachbereichssprecher im Paritätischen und Leitung AK Armut/Sozialhilfe, der auch Mitglied im Verbandsrat des Paritätischen (2006 – 2022) war. Anne Fassbinder und Sabine Hummerich, die heute den Arbeitskreis gemeinsam leiten, stehen in engem Austausch zu unserem Vorsitzenden und gestalten die Verbandspolitik aktiv mit.
Steigende Armut und Arbeitslosigkeit inmitten des wachsenden Reichtums gehören zu den größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Deshalb sind unabhängige Beratungsstellen wie die agab wichtige denn je!